Wandel der Arbeitswelt, Wandel der Lernkultur. Alle reden drüber: Doch was bedeutet das für mich und wie fange ich konkret an?

Wandel der Arbeitswelt, Wandel der Lernkultur. Alle reden drüber: Doch was bedeutet das für mich und wie fange ich konkret an? 

Ein Beitrag der Lernhacker über einen pragmatischen Zugang zu selbstorganisiertem Lernen und wie wir unseren eigenen Zielen näher kommen können

Agil und lean, am besten im Scrum Circle: Es schwirren allerlei Buzzwords durch die (Arbeits-)Welt

Kürzlich erschien „Die stille Revolution“, ein einnehmender Dokumentarfilm, der sich mit dem grundlegenden Wandel der Arbeitswelt beschäftigt. Ist man nur zufällig über diesen Film gestolpert und schaut sich das Thema näher an, wird man alsbald mit Begriffen konfrontiert, die einer zunehmend breiteren Öffentlichkeit bewusst werden und seit einiger Zeit in der Arbeitswelt Hochkonjunktur haben: New Work, Arbeit 4.0, Agiles Arbeiten, Working Out Loud, Workplace Learning oder Scrum, um nur einige zu nennen. Kommen dann noch die Megatrends dazu, von denen alle sprechen – Digitalisierung, Automatisierung, Mobilität und Co. – hat man nicht selten den Überblick verloren und fragt sich, was dies nun für einen selbst bedeutet.

Die Debatte wird geführt. Aber was folgt daraus?

In Organisationen, sozialen Netzwerken, auf Tagungen und Barcamps werden viele dieser Buzzwords genutzt und es wird diskutiert, welche modernen Arbeitsweisen und Organisationsformen effektiv im eigenen Unternehmen umgesetzt werden können und sollten. Oft drehen sich die Debatten im Kern um Themen wie: Der Anspruch und das Interesse von Mitarbeitern, in ihrer Arbeit Sinn zu finden, eine gesunde Work-Life-Balance zu haben oder eine bestmögliche Work-Life-Integration zu schaffen, da Berufs- und Privatleben zunehmend miteinander verschmelzen. Der Wunsch nach Autonomie, Gestaltungsfreiräumen und dem eigenständigen Treffen von Entscheidungen stellt bestehende Hierarchie- und Machstrukturen als auch Unternehmenskulturen in Frage und setzt Organisationen neben den Branchenumbrüchen vor enorme Herausforderungen. Beobachtet man alle diese Debatten, wird einem auffallen, dass sich die Forderungen an Unternehmensführungen genauso wiederholen wie die Feststellung, es komme in Zukunft viel stärker auf den einzelnen Mitarbeiter an, flexible und kreative Problemlösungskompetenzen und ein „Learning Mindset“ zu besitzen, um die Herausforderungen der neuen Arbeitswelt zu meistern – weit entfernt vom Know-How-Ansatz der letzten Dekaden.

Investitionen in die (Lern-)Autonomie des Mitarbeiters rechnen sich für alle.

In dem Maße, wie zum einen immer neue Lernbedarfe im Kontext von Digitalisierung und Automatisierung entstehen und sich zum anderen mit der Umgestaltung der Arbeitswelt die Aufgaben und damit Lernbedarfe differenzieren, wird deutlich, dass Unternehmen, aber auch einzelne Mitarbeiter, in die Entwicklung einer zeitgemäßen Lernkultur als Schlüssel einer zukunftsfähigen Unternehmensstruktur investieren sollten.
Dies bedeutet nicht zwangsläufig, neue und zusätzliche Mittel in Personalentwicklung zu stecken. Vielmehr bedeutet es, die richtigen Weichen zu stellen und Angebote bereitzustellen, um alle im Unternehmen Beschäftigten zu unterstützen und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Kompetenzentwicklung individuell voranzutreiben.

Lernkultur? Lernautonomie? Gestatten: der 21st Century Learner.

Die Antwort auf die oben skizzierten Herausforderungen kann nur sein, den einzelnen Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, seine Weiterentwicklung verstärkt selbst in die Hand zu nehmen. Das ist auch insofern notwendig, als dass ein zeitgemäßes Lernverständnis von der Konstruktion von Wissen und Fähigkeiten durch den einzelnen ausgeht und dem Lerner damit die Rolle des Subjekts im Bildungsprozess zuschreibt: Der einzelne Mitarbeiter als Gestalter seiner Weiterentwicklung und Protagonist seine eigenen Lernziele zu erreichen
Wenn Mitarbeiter willens und in der Lage sind, diese Verantwortung zu übernehmen, können sie alle Möglichkeiten des – informellen, sozialen und formellen („70:20:10“) – Lernens in ihre Weiterentwicklung einbeziehen und sich dabei auch der immer weiter wachsenden Lernressourcen bedienen, die beispielsweise das Internet bietet.
Was aber brauchen Mitarbeiter, um ihre Einstellung und ihr tägliches Handeln in dieser neuen Weise zu verändern und dauerhaft Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen und übernehmen zu können?

Lernhacks. Ein Toolset für die Entwicklung eines „Learning Mindsets“

Lernhacks sind der Versuch einer Antwort auf diese Frage: Sie sind Routinen, Tools und Kniffe, die Mitarbeiter dabei unterstützen, ihre persönliche Weiterentwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Sie helfen Mitarbeitern in ganz konkreter Weise dabei, zu reflektieren:
  • Was sollte ich, was will ich lernen? Und warum?
  • Welche Wege zu lernen bieten sich an? Wie möchte ich das konkret angehen?
  • Komme ich so voran, wie ich mir das vorstelle?
  • Wie könnte ich mein Lernen verbessern?
Auf diese Weise unterstützen Lernhacks Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum einen ihre individuellen Lernziele zu klären und effizient zu erreichen und zum anderen zugleich Zutrauen, Sicherheit und Autonomie in Bezug auf ihre Weiterentwicklung zu gewinnen; also souveräne, agile Lerner im Sinne eines „21st Century Learning“ zu werden.

Bewährte Vorgehensweisen, aber kein geschlossenes System.

Dabei können Lernhacks kein geschlossenes System sein. Im Gegenteil: Mitarbeiter müssen gerade herausfinden, wie Lernen für sie persönlich am besten funktioniert, und mit welchen Vorgehensweisen sie ganz individuell die immense Herausforderung angehen wollen, kontinuierlich weiter zu lernen. Zugleich zeigt sich, dass viele Mitarbeiter genau diese Art von Hilfestellung benötigen, um sich selbst hierüber klar zu werden. Ausprobieren, eigene Erfahrungen sammeln, Fehler machen und scheitern dürfen, festellen etwas funktioniert nicht, wiederaufstehen und mit neuen Lernerfahrungen weitergehen sind wichtige Bestandteile von Lernen.

Und jetzt? Jetzt geht es los.

Lernhacks wurden entwickelt, um direkt loslegen zu können. Im Prinzip braucht es keine neue Strategie, keine Meetings, keine Vorbereitung, keine Veränderungen. Wer möchte, kann Lernhacks auf www.lernhacks.de kostenlos herunterladen und ausprobieren. Der erste Schritt in die neue Arbeitswelt, die neue Lernkultur, ist dann schon gar nicht mehr so groß.